Apollo Sauroktonos, Eidechsentöter

Unmittelbar nach Gründung der ersten akademieähnlichen Einrichtung durch Peter Strudel wurden bereits Ende des 17. Jahrhunderts erste Gipsabgüsse als Studienmaterial für die Künstlerausbildung erworben. Bis circa 1800 war der unangefochtene Schwerpunkt, Abgüsse nach antiken Vorbildern zu erwerben. Im Lauf des 19. Jahrhunderts erweiterte man die Ankäufe auch auf andere Epochen und Kulturräume – so wurden auch Abgüsse nach der Renaissance, der Gotik sowie nach zeitgenössischen Werken in die Sammlung aufgenommen.

Die Glyptothek im Akademiegebäude am Schillerplatz

Großer Höhepunkt und prächtigste Präsentation – auch als öffentliches Skulpturenmuseum – erfuhr die Glyptothek im Zuge der Eröffnung des neu erbauten Akademiegebäudes am Schillerplatz im Jahr 1877. Theophil Hansen plante eine großzügige Aufstellung der Gipsabgüsse im Herzen der Akademie – der Aula – sowie in den acht angrenzenden Ausstellungsräumen.

Heute befinden sich die Abgüsse im Souterrain des Semperdepots (Atelierhaus der Akademie) in der Lehargasse 8a, 1060 Wien. Sie sind in einer Art Schaudepot konservatorisch stabil und sicher aufgestellt.

Spende des Vereins der Museumsfreunde

Dank der Spende von € 3.178,- konnten die verlorenen Arme des Eidechsentöters nach der im Louvre verwahrten Marmorskulptur erneut in Gips gegossen und bei der in der Glyptothek in Wien verwahrten Skulptur ergänzt werden.

Nach Praxiteles, Apollo Sauroktonos, der Eidechsentöter, Mitte 4. Jh. v. Chr. (vor der Restaurierung)
Gipsabguss einer römischen Kopie aus dem 1. oder 2. Jh. n. Chr. nach einem Bronzeoriginal von Praxiteles.
Angekauft in der Gipserei des Louvre im Oktober 1908
© Akademie der bildenden Künste Wien

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2026-9999
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31.08.2027
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